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LiteraturübersichtWir nennen Ihnen hier eine Auswahl an Büchern, die die Stadtbibliothek Wuppertal im September 2006 zum Thema "Ehrenamt" und "bürgerschaftliches Engagement" mit Unterstützung der SEB Bank angeschafft hat: alle Titel sind ausleihbar.___________________________________________________________ Altes Eisen schmiedet Zukunft. Ehrenamtliches Engagement für Nachhaltigkeit in der nachberuflichen Lebensphase. Hrsg. v. Katja Geißler u. Gerhard Monninger 75 S. m. graph. Darst., kt. 2006, Ökom, ISBN 3-86581-020-9, € 9.80 Vereine und Initiativen, Kirchgemeinden und andere gemeinnützige Organisationen im umwelt- und entwicklungsbezogenen Bereich sind auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Menschen im Vor- und UnRuhestand können mit ihrem Erfahrungswissen, Zeitpotenzial und ihren Lebenseinsichten zahlreiche Kompetenzen zur Stärkung dieser Arbeit einbringen. Die Zielgruppe der aktiven Seniorinnen und Senioren wird jedoch noch viel zu selten in ein Engagement für eine nachhaltige Entwicklung eingebunden. Dieses Buch gibt Hintergrundinformationen zu den Chancen des demografischen Wandels. Es steckt den Rahmen ehrenamtlichen Engagements von Seniorinnen und Senioren im Non-Profit-Bereich ab und zeigt wie Ehren- und Hauptamtliche zusammenarbeiten können. Praxisbeispiele erläutern, wie der aktive Vor- und UnRuhestand mit einem ehrenamtlichen Engagement verbunden und bereichert werden kann.
___________________________________________________________ Berichterstattung zur sozio-ökonomischen Entwicklung in Deutschland, m. CD-ROM. 625 S. m. graph. Darst., geb. 2005, VS Verlag, ISBN 3-531-14316-6, € 45.90 Was kann Sozialberichterstattung zum Verständnis des Umbruchs im deutschen Produktions- und Sozialmodell beitragen? Eine Antwort darauf versucht der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte erste Bericht zur sozioökonomischen Entwicklung. An Veränderungen in Arbeit und Lebensweise soll gezeigt werden, dass wirtschaftliche Entwicklung gesellschaftlich eingebettet ist. Arbeit wird dabei als gleichermaßen dem ökonomischen System wie der persönlichen Lebensführung angehörig betrachtet. Lebensweise steht für den Zusammenhang aller Aktivitäten und Motive von Individuen und Haushalten, die ihr Verhalten als Marktakteure beeinflussen.
___________________________________________________________ Bürgerstiftungen in Deutschland Bilanz und Perspektiven. Hrsg. v. Stefan Nährlich, Rupert Graf Strachwitz, Eva M. Hinterhuber u. a. Bürgergesellschaft und Demokratie Bd.23 332 S. m. Abb. 21, kt. 2005, VS Verlag, ISBN 3-531-14601-7, € 34.90 Der vorliegende Band untersucht die Entwicklung der Bürgerstiftungen in Deutschland. Fast zehn Jahre nach dem "Import" der Idee und des Konzeptes der Community Foundation scheint die erste Entwicklungsphase abgeschlossen zu sein. Die Autoren des Bandes gehen der Frage nach, ob und inwieweit das angelsächsische Modell erfolgreich in Deutschland eingeführt, angepasst und weiterentwickelt wurde. Hierfür wird die Frage nach der historischen Tradition von Bürgerstiftungen in Deutschland gestellt, derrechtliche Rahmen ausgelotet und eine Kontextualisierung in Bezug auf Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorgenommen. Außerdem werden die europäischen und internationalen Entwicklungen betrachtet.
___________________________________________________________ Chantal Munsch Die Effektivitätsfalle Gemeinwesenarbeit und bürgerschaftliches Engagement zwischen Ergebnisorientierung und Lebensbewältigung. II, 160 S., kt. 2005, Schneider Verlag Hohengehren, ISBN 3-89676-891-3, € 16.-- Ist bürgerschaftliches Engagement ein integrativer Lösungsansatz in den Krisen von Wohlfahrtsstaat und Erwerbsgesellschaft? Oder verstärkt es nicht vielmehr vorhandene gesellschaftliche Ausgrenzungstendenzen, wie Chantal Munsch anhand ethnografischer Beispiele und Vergleiche analysiert?
Das herausgearbeitete Konzept der Effektivitätsfalle verweist auf die Gefahr einer einseitigen Fokussierung auf ergebnisorientierte, mittelschichtgeprägte Formen und Themen von bürgerschaftlichem Engagement. Persönliche Erfahrungen oder gesellschaftsstrukturelle Diskussionen werden in diesen Zusammenhängen oft als störend erlebt. In Abgrenzung zu einem wirtschaftlich inspirierten Duktus, der In- und Output von Engagementförderung kalkuliert, wird aufgezeigt, dass bürgerschaftliches Engagement als biografisch erlerntes Bewältigungsmuster immer nur im Kontext der jeweiligen Lebenslage verstanden werden kann. Anhand eines Beispiels von Gemeinwesenarbeit werden die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Förderung eines symmetrischen Engagements von Menschen unterschiedlicher Milieus in einem Stadtteil erörtert. Plädiert wird für eine langfristige sozialpädagogisch und -politisch reflektierte Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Der Studie zugrunde liegt ein Forschungskonzept kritischer sozialpädagogischer Ethnografie, welches ausführlich dargestellt wird. ___________________________________________________________ Suann Mühlpfordt / Peter Richter Ehrenamt und Erwerbsarbeit 206 S. m. Abb., kt. 2006, Hampp, Mering, ISBN 3-87988-999-6, € 24.80 Mit dem Bereich gemeinnütziger Tätigkeiten wird in der Debatte um das Ende der Erwerbsarbeit vielfach die Hoffnung verknüpft, dort die Arbeitsplätze zu finden, welche Wirtschaft und Staat nicht zu bieten haben. Staatliche Initiativen werden gefördert, welche helfen sollen, Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger wieder in den Erwerbsarbeitsmarkt zu integrieren oder aber um die Zeit Älterer bis zum Renteneintrittsalter zu überbrücken. Finanzielle Aufwertung ehrenamtlicher Tätigkeiten, aber auch geförderte Maßnahmen zur Wiedereingliederung Erwerbsloser lassen die eigene Qualität freiwilligen Engagements in den Hintergrund treten. Aus sozialwissenschaftlicher und arbeitspsychologischer, praktischer und wissenschaftlicher Sicht wird dieses Spannungsfeld zwischen freiwilligem Engagement und Erwerbsarbeit mit einem besonderen Fokus auf Aktivitäten Älterer präsentiert.
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